Pädagogisches Konzept

 

Unser erzieherisches Wirken ist geprägt von der ganzheitlichen Wahrnehmung unserer Schüler. Jeder Schüler wird mit seinen Fähigkeiten, Fertigkeiten und seinem Sein wahrgenommen und darf in seinem eigenen Tempo lernen und das soziale Miteinander genießen. Eine besondere Bedeutung spielt hierbei die vielfältige Anbahnung der Ausbildungsreife und für Schüler, die in eine Kursstufe wechseln eine Anbahnung der Studienreife. Unser Motto hierzu lautet „kein Abschluss ohne Anschluss“.
In der pädagogischen Auseinandersetzung empfinden wir die Vielfalt unserer Schüler als Gewinn und Chance. Die Verschiedenheit jeder Person ermöglicht eine lebendige Schule, die nicht im Gleichschritt gehen muss. Dies bezieht sich sowohl auf die Unterschiedlichkeit der Schüler, als auch auf die Lernbegleiter, die aus unterschiedlichen Schulformen (Förderschule, Hauptschule, Gymnasium, Realschule) zu uns kommen. Jeder Mensch trägt in seiner Einzigartigkeit zu einem positiven Ganzen bei.

 

Unser Credo ist hierbei: Jeder ist willkommen, wird wertgeschätzt und in seiner ganzen Person wahrgenommen und begleitet.
Aus diesem Grund stehen Schülerinnen und Schüler in ihrer Vielfalt im Mittelpunkt und werden in ihrer ganzen Person geschätzt. Schule verstehen wir als Lern- und Lebensraum, in dem jeder in seiner Einzigartigkeit Verantwortung für sich, das Gegenüber und andere übernimmt. Heterogenität betrachten wir als Chance für eine lebendige Gemeinschaft und ermöglichen so unterschiedliche pädagogische Angebote.
Eigenverantwortliches Handeln und gegenseitige Wertschätzung ist bei uns Voraussetzung für ein gutes Miteinander in Unterschiedlichkeit. Hierbei wird auch ein Schwerpunkt auf das Handeln und das Übernehmen der Verantwortung für das eigene Handeln gesetzt. Das Angebot im pädagogischen Bereich umfasst folgende Teilbereiche. Erläuterungen zu den Stichworten finden Sie unten.

Förderung des Sozialen Lernens
– Gewaltprävention (Streitschlichtungs-, und Gewaltpräventionsprogramme)
– Suchtprävention (z.B. Klinikbesuche zum Thema Rauchen, Alkoholmissbrauch, „Soda“, „Wir sind Klasse“, „Erwachsen werden)
– Sozialtrainingsprojekte (Schulsozialarbeit, Landratsamt, ..)
– Sozialtrainingsstunde pro Klasse beim Klassenlehrertandem angesiedelt
– Erlebnispädagogische Projekte (z.B. Klettergarten)
– Projekte zur Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft (Schulhausgestaltung, Demokratieprojekt, Sponsorenlauf, Spenden- und Umweltaktionen, …)
– gemeinsames Erleben (Theaterbesuche, Kinobesuch, Besuch von Sportgroßveranstaltungen, Projekttage, ..)
– Übernahme von Verantwortung für Andere (Lesepaten im Seniorenbereich,  Sozialpraktika, , …)

Stärkeförderung und Unterstützung
– Lernpaten zur individuellen Förderung einzelner Schüler
– Sprachpatenschaft (auch für Kinder mit Migrationshintergrund)
– Lese- Rechtschreibförderung
– Förderspirale der 4B
– individuelle Lernangebote (Lehrertandems zur Unterstützung)
– Onlinediagnose, VERA 8, Kompetenzanalyse AC
– Kooperation mit anderen Schulen
– Schüler stark und selbstbewusst machen (Förderung im sozialen Bereich)

Neigungsförderung – Förderung von Talenten
– Talent-AGs (Musik-Schulband, Theater, Sport)
– gemeinsame Sporttage (Eislaufen, Bundesjugendspiele, Kooperationen mit Vereinen, Jugend trainiert für Olympia, Wettbewerbe…)
– Ausbildung zu Schülermentoren (bspw. SMEP, Sport, Musik, …)

Förderung der Anbahnung der Ausbildungsreife
– Schnuppertage (ab Stufe 5)
– Betriebsbesichtigungen, Expertenbefragung, Lerngänge, Berufsbörse, Elektrotruck, Metalltruck
– Bewerbertage
– Praktika
– Verhaltenstraining (Kniggetraining), Bewerbertraining, Berufseignungstests,
– Informationsveranstaltungen für Eltern
– intensive und ausgereifte Kooperation mit den schulischen Partnern
– Projekt ehrenamtlicher Paten zur individuellen Betreuung einiger Jugendlicher bis in die betriebliche Ausbildung hinein
– Kooperationspartnerschaften mit Firmen aus der näheren Umgebung
– Berufswegeplan

Fördern und Fordern im Bereich Lebensraum Schule
– Ganztagesschulkonzept
– individuelle Förderung (Beziehungsarbeit durch alle Pädagogen, individuelle Maßnahmen, Lehrertandems, Lernpaten)
– selbstbestimmte Freizeit (Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus, Kirche, Vereinen und weiteren außerschulischen Partnern)
– Sozialtrainingsstunden
– Gemeinsames Chillout (Jahresende und Schuljahresende; Organisation – SMV)
– Aktive Pausengestaltung
– Bildungspartnerschaften u.a. durch Lernbegleiter, Vereine, aktiven Förderverein, …
– Schule als Teil des Gemeindelebens verstehen (Naturprojekte, „Offene Türen“, Theateraufführungen, Ausstellungen)
– Einbeziehung der Schüler in Fragen der Schulhausgestaltung
– Aktive SMV Arbeit
– Klassenrat

Rolle des Lehrers

 

– alle Lehrer sind fachlich und pädagogisch ausgebildet
– Sekundarstufen- (Haupt- und Realschulehrer) und Gymnasiallehrer arbeiten zusammen
– Lehrer erarbeiten gemeinsam differenzierte Materialien, treffen Absprachen
– zusätzliche neue Rolle: Lernbegleiter und Coach
– Aufbereitung der Lernarrangements für alle Niveaustufen
– Lehrer sorgt dafür, dass Schüler selbstorganisiert arbeiten kann

Feedbackkultur
– Rückmeldekultur, also positive Fehlerkultur führt zu einem guten Miteinander
– Angeleitete Feedbacks von Schüler zu Schüler erhöhen die Selbstständigkeit
– Schüler geben Feedback an den Lehrer in vertrauensvollen, professionellen Gesprächen
– ständiges Lehrer- Lehrer Feedback
– Feedbackgespräche zwischen Eltern, Schülern, Lehrern und weiteren Pädagogen informieren über Lernprozess, Lernerfolg, Kompetenzentwicklung und Leistung auch im personalen und sozialen Bereich.

Coachinggespräche

 

– alle vier bis sechs Wochen: individuelles Coaching als Positivgespräch
– gemeinsame Refelxion über Lernen, Sein, Motivation
– Stärken, Interessen, Potentiale und Ideen für ILZ werden besprochen
– Wertschätzung des Einzelnen steht im Vordergrund
– zusätzlich: dreimal pro Jahr Lernentwicklungsgespräche zwischen Schüler, Lehrer und Eltern

Anbahnung der Studienreife

 

– ab Stufe 5 die Möglichkeit im E- Niveau (entspricht Gymnasialniveau) zu arbeiten
– Brückenkurs Französich ab Stufe 5, ab Stufe 6 Französisch als zweite Fremdsprache als Wahlfach
– ab Stufe 7 Wahlfach AES (Allgemeines, Ernährung und Soziales) und Technik oder Weiterführung Französisch
– Berufswegeplanung für akademische Berufe
– freie Entscheidung der Praktikumsstellen ab Stufe 5
– Teilnahme an Werkstattcamp plus als Grundlagenbildung auch für MINT Berufe (Mathemathik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)
– Vorstellung unterschiedlicher Berufsfelder (z.B. Markt der Möglichkeiten) durch lokal und global wirkende Firmen
– Gymnasiallehrer unterrichten in jeder Jahrgangsstufe und bieten entsprechende Angebote in Fächern, die für die Hochschulreife relevant sind (z.B. Deutsch, Mathematik, Englisch, 2. Fremdsprache, Biologie, Geschichte,…)